Weihnachtsgruß

 

Wenn wir die reine Weihnachtsgeschichte betrachten, gibt es da nur eine Gruppe.

Leider wird die Weihnachtsgeschichte durch die kirchlichen Feiertage auseinander gerissen. 

Da gab es also die Hirten. Die ersten Besucher der Krippe. Die Hirten waren damals die, die wir mit denen am Rand unserer Gesellschaft lebenden vergleichen würden.

Die nächsten Besucher waren die drei Weisen aus dem Morgenland. Heute spricht man von den Heiligen 3 Königen, die Weihrauch, Gold und Myrre dem Kind mitbrachten.

Die letzte Besuchergruppe war die schlimmste. Es war Herodes mit seinen Soldaten, die den Tod mitbrachten.

Zu welcher Besuchergruppe gehöre ich nun?

So auf die Schnelle zu beantworten, mit dem Wissen, dass Weihnachten jeden Tag geschieht, geht es nicht.

Ich denke, dass ich mich selbst zu jeder dieser Gruppe einordnen kann.

 

Es gab schon die eine oder andere Situation in meinem Leben die mich hoffnungslos machte. Das Gefühl als würde einem der Boden unter den Füßen weggezogen. Wie damals die Hirten stehe bzw. stand ich so vor der Krippe und legte dem Kind im Stall meine Sorgen vor die Krippe, in der Hoffnung und dem Vertrauen, dass sich alles zum Guten wendet.

Dann gab es Lebensabschnitte in denen ich, wie die Weisen das Kind im Stall erkannte. Mit meinem ganzen Herzen versuchte das, was ich von diesem Kind verstehe, zu leben. Den Glauben gelebt weitergeben.

Aber da ist noch die letzte Gruppe – Herodes. Ich habe allerdings noch niemanden getötet. Oder doch? Wenn man darüber nachdenkt kommt man zum Schluss, dass es keiner Waffe bedarf um zu Töten.

Hier gab es also auch Situationen. Oft genug hat man über jemanden geredet. Ja es geht auch in der Familie, wenn man Gefühle des anderen tötet. Unbeherrschtheit gegenüber den Kindern oder dem Partner, weil man müde oder gereizt von der Arbeit nach Hause kam. Da gibt es genug, wenn man ehrlich in sich hineinhört –Verspottungen, Beleidigungen, Mißgunst, Neid, usw.

 

Nun, wenn ich mir nun die letzten drei Abschnitte anschaue erkennt man, dass man in die Gruppe der Hirten eher hineingedrängt wird. Jedoch bei den letzten zwei Besuchergruppen kommt es auf mich selbst an, für welchen Weg ich mich entscheide.

Ich hoffe für alle und natürlich auch für mich, dass man sich mehr in die Gruppe der Weisen einordnen kann als in die Gruppe des Herodes.

 

Im Namen unseren Tanzsportclub wünsche ich allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das Jahr 2020 und hoffen, Sie gesund nach dem 6. Januar wieder in unserem Training begrüßen zu dürfen.

 

Claus Theimer